Das Museum im Schloss

Mit dem im neugotischen Stil gehaltenen Umbau zur gräflichen Sommerresidenz hat das Schloss sein heutiges Aussehen erhalten. Auch im Innern sind im 19. Jahrhundert eingreifende bauliche Veränderungen vorgenommen worden.

Ein Rundgang durch das Museum ist zugleich ein Rundgang durch die Geschichte der früheren Besitzer oder derer, die im Schloss gelebt haben. Es gibt Räume, die museal inszeniert sind und solche, in denen die einstigen Bewohner und Bewohnerinnen spürbar werden.

Besonders zu erwähnen ist der Speisesaal im Parterre, der den gräflichen Herrschaften als Esszimmer gedient hat und direkt mit der Küche verbunden war. Ebenfalls aus der Pourtalèszeit stammen die Appartements im 2. Obergeschoss und die Bibliothek im 4. Obergeschoss.

Aus der Landvogteizeit ist das Verlies im Parterre übriggeblieben. Auch die Familie von Erlach gehörte zu den einstigen Besitzern des Schlosses. Das Erlachzimmer im 1. Obergeschoss erinnert noch daran.

Die Kapelle aus dem 15. Jahrhundert führt uns in die Zeit der von Scharnachthal. Auf diese Familie gehen die eindrücklichen Wandmalereien zurück, die noch heute in der Schlosskapelle zu sehen sind.

 

Der Orientalische Rauchsalon

Zuoberst im ehemaligen Bergfried befindet sich der Orientalische Rauchsalon, das Fumoir des Grafen Albert de Pourtalès. Der Graf war als preussischer Gesandter in Istanbul tätig. Er liess sich für sein1844 gekauftes Schloss ein spektakuläres Interieur im orientalisierenden Stil einrichten, das1855 nach Plänen des Berner Architekten Theodor Zeerleder fertig erstellt wurde.

Von 2010  bis 2012 wurde der Orientalische Rauchsalon restauriert . Auf den neu bezogenen Diwans darf man Platz nehmen um das einzigartige Interieur auf sich wirken zu lassen. Atemberaubend ist die Aussicht den auf den Thunersee und die Bergwelt., die vom höchsten Punkt des Schlosses zu geniessen ist.   

 

Bibliothek Wohnzimmer Appartement Pourtalès
Orientalischer Rauchsalon (Selamlik) Detail orientalischer Rauchsalon