In den letzten Jahren wurden die ehemals herrschaftlichen Räume im 1. Obergeschoss sorgfältig restauriert. Darunter befindet sich ein Badezimmer aus dem Jahr 1904, dessen Ausführung die damalige Schlossbesitzerin Helene Harrach in Auftrag gegeben hat. Zugänglich ist weiter das als «Chambre d’honneur» bezeichnete Gästezimmer und ein für die Begleitung der Gäste vorgesehenes Bedienstetenzimmer. Im offenen Raum vor den Zimmern befindet sich ein Billardtisch, der zum Zeitvertreib einlud und während den Öffnungszeiten auch von den Schlossgästen benutzt werden darf. Zugänglich ist auch das Schlafzimmer der Gräfin Helene Harrach sowie ihr Garderobenzimmer. Die Inszenierungen vermitteln Einblicke in das Leben der Grafenfamilie, die bis in die 1920er Jahre jeweils die Sommermonate am Thunersee verbrachte. Dauerausstellung im 1. OG.
Eine Ausstellung im spätmittelalterlichen Burgraum führt in die Anfänge der Schlossgeschichte und geht auf die Familie von Scharnachthal ein, die im 15. Jahrhundert das Schloss bewohnte und bis heute sichtbare Spuren hinterlassen hat. In diesem Raum ist auch das Verlies zu finden, das zur Zeit der Landvogtei als Untersuchungsgefängnis gedient hat.
Ohne Hausangestellte wäre das Leben der Grafenfamilie Pourtalès-Harrach, die im 19. Jahrhundert das Schloss bewohnte, nicht denkbar gewesen. Wer die Räume des einstigen zugänglichen Dienstbotentrakts betritt, taucht in eine unbekannte Geschichte ein. Die Ausstellung wirft einen Blick in die Welt der Dienstboten und lässt das Publikum an Situationen teilhaben, die sich in den Gängen und hinter den Türen abgespielt haben. Dauerausstellung im 2. OG.
In einem Raum, der einst als Dienstbotenkammer gebraucht wurde, öffnet sich ein Fenster in die Welt der Kinder, die von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu Beginn der 1920er Jahre im Schloss gelebt haben. Ihre Spielsachen sind leider nicht erhalten geblieben. Womit sie gespielt haben könnten, zeigt eine Sammlung von Spielsachen, die gleichzeitig auch ein Stück Kulturgeschichte darstellen. Dauerausstellung im 2. OG.
Von der Faszination, die der Orient im 19. Jahrhundert auf den Westen ausübte, liess sich auch Schlossbesitzer Graf Albert de Pourtalès anstecken, was zum Einbau eines Fumoirs hoch oben im Bergfried führte. Die Exponate in den Vitrinen der ehemaligen gräflichen Bibliothek sollen dazu anregen, sich mit Bildern des Orients und dem Begriff Orientalismus auseinanderzusetzen. Dauerausstellung im 4. OG.
10. Mai – 1. November 2026
Dienstag – Sonntag | 10– 17 Uhr
(Montag geschlossen)
Feiertage: Pfingstmontag geöffnet
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